Trakehner Kuddel: Hufrehe

Heute weiß man, dass Hufrehe nicht allein bei dicken kleinen Ponys auf zu fetten Hufrehe1Weiden vorkommt. Jede Rasse und jeder Pferdetyp kann betroffen sein. Dies ist auf die verschiedenen Ursachen der Erkrankung zurück zu führen. Einerseits handelt es sich hierbei um Vergiftungs- und Stoffwechselerkrankungen und andererseits um Überbeanspruchung, Überlastung oder falschen Beschlag. Das krankmachende Prinzip ist bei allen Stoffwechselveränderungen und Vergiftungen im weitesten Sinne (alles ist giftig, das ist nur eine Frage der Dosis) dasselbe, die akuten Veränderungen sind gleichartig, aber von unterschiedlicher Schwere.Hufrehe4

Bei dem Trakehnerwallach “Kuddel” handelte es sich vermutlich um eine Belastungs- und Vergiftungsrehe. Kuddel litt im Februar 2006 unter einer akuten Lahmheit und musste daher die Box hüten. Medikamente und Boxenruhe wirkten sich jedoch negativ bei dem Wallach aus und führten zu einer sogenannten Belastungsrehe. Angelaufene und teils entzündete Sehnen waren die Nebenerscheinungen. Die Rehe wurde so schlimm, dass sich eine Rotation des Hufbeins auf allen vier Beinen – am hufrehe8schwersten jedoch auf den Vorderbeinen – einstellte. Darüber hinaus war die Hufwinkelung im Verhältnis zur Gliedmaßenstellung in einem extrem ungünstigen Verhältnis. Dies war die Situation, als ich durch den behandelnden Tierarzt hinzugezogen wurde.

In mehreren Beschlagsperioden konnte ich, durch die intensive Zusammenarbeit mit dem Tierarzt, Kuddel wieder auf die Beine helfen. Alle vier Hufbeine sind heute in einer stabilen Lage und eine Erholung ist bereits eingetreten. Die Hufwinkelung im Verhältnis zur Gliedmaßenstellung wurde hufrehe7angepasst. Heute ist Kuddel wieder voll einsatzfähig und wird in diesem Jahr (2007) wieder auf Turnieren starten.